In Effeln beginnt Ende September die energetische Sanierung der Sporthalle - Fördergelder in Höhe von über 1,3 Millionen Euro ermöglichen die Modernisierung

Ende September beginnen an der Waldstraße die Bauarbeiten zur umfassenden Modernisierung der Sporthalle Effeln. Das Bauamt der Gemeinde Anröchte hat die Rahmenbedingungen innerhalb kurzer Zeit finalisiert, sodass ab dem 28. September die ersten Abbruch- und Demontagearbeiten zur Entkernung des Gebäudes anlaufen können.

Bürgermeister Alfred Schmidt betont den Einsatz der Verwaltung: „Vor dem Hintergrund der sehr herausfordernden Rahmenbedingungen hat unser Bauamt hier eine großartige Arbeit geleistet und innerhalb kürzester Zeit Fakten geschaffen, damit die Bauarbeiten in den nächsten Tagen beginnen können. Dafür möchte ich mich beim gesamten Team des Bauamtes bedanken.“ 

 

Dorothé Schlüter, im Bauamt zuständig für das Gebäudemanagement der Gemeinde, erläutert den aktuellen Stand und den Zeitplan: „In den vergangenen Wochen wurde die Sporthalle soweit hergerichtet, dass die Handwerker jetzt mit den Arbeiten beginnen können. Ich gehe davon aus, dass hier in den kommenden zwölf Monaten rund zehn Gewerke an den Sanierungsarbeiten beteiligt sind. Den Auftakt machen demnächst die Dachdecker, gefolgt von den Bodenlegern. Wenn alles reibungslos klappt, wird die Sporthalle im Herbst 2027 wiedereröffnet.“ Da jedoch eine Bauzeitverlängerung beantragt wurde, ist eine verbindliche Aussage zum exakten Fertigstellungstermin noch nicht möglich.

 

Die finanzielle Basis des Projekts bildet ein Zuwendungsbescheid vom 30. September 2025. Das Land Nordrhein-Westfalen gewährt der Gemeinde Fördermittel aus dem EFRE/JTF-Programm NRW. Die maximalen zuwendungsfähigen Gesamtausgaben belaufen sich auf 1.331.117,56 Euro. Davon deckt die maximale Zuwendung 1.064.894,04 Euro, während der maximale Eigenanteil der Gemeinde Anröchte bei 226.223,52 Euro liegt.

 

Das primäre Ziel der Maßnahme ist die Senkung des Energiebedarfs. Die geplante Energieeinsparung beträgt rund 85 Prozent. Der Verbrauch sinkt von 416 kWh/qma auf 61 kWh/qma. „Dies gelingt durch die Optimierung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik“, erklärt Dorothé Schlüter. „Zu den Maßnahmen gehören der Einbau einer mineralischen Wärmedämmung aller Geschossdecken und Dachräume sowie eine hinterlüftete Vorhangfassade, deren optische Gestaltung noch geklärt wird.“ Zudem erfolgt die Erneuerung aller Fenster, Außentüren und der Dacheindeckung. Eine außenliegende Sonnenschutzanlage auf der Südfassade verhindert künftig sommerliche Überhitzung. Eine CO2-gesteuerte Lüftungsanlage sichert den Luftaustausch.

 

Im Innenbereich der Halle investiert die Gemeinde in moderne Sicherheits- und Sportstandards. Die Handwerker montieren ballwurfsichere Systemdecken mit integrierter Deckenstahlheizung und LED-Beleuchtung. Der neue elastische Sportboden erhält einen PVC-Oberbelag. Ein umlaufender Prallschutz wird bis zu einer Höhe von zwei Metern angebracht. Die Klettertauanlage erfordert einen Umbau aufgrund veränderter Unfallverhütungsvorschriften, während die Ringe-Anlage erhalten bleibt. Sektionaltore ersetzen die alten Geräteraumtüren.

 

Die Stromversorgung der Halle wird teilautark aufgestellt. Eine neue Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt künftig den Eigenverbrauch der Sporthalle ab, gekoppelt mit einem eigenen Hausanschluss für Elektrizität. 

 

Der Komfort im Gebäude erhöht sich durch strukturelle Anpassungen. Eine neue Dusche zieht vom Keller in das Erdgeschoss. An der südlichen Fassade wird eine neue Notausgangstür integriert und der Haupteingang wird umgestaltet. Im Außenbereich entstehen zusätzliche Fahrradständer und Parkplätze.

 

 

Ihre Ansprechpartnerin im Rathaus: Alexandra Falkenau, Telefon 02947 888-102, a.falkenau@anroechte.de

  

Alfred Schmidt und Dorothé Schlüter machten sich ein Bild vor der Sanierung der Sporthalle in Effeln
Alfred Schmidt und Dorothé Schlüter machten sich ein Bild vor der Sanierung der Sporthalle in Effeln Foto: Holger Bernert