Förderung von Dach- und Fassadenbegrünung

Der Klimawandel ist bereits allgegenwärtig und die Prognosen sagen vermehrt Extremwetterereignisse voraus. Aus diesem Grund sind ein klimaschonendes Handeln sowie die Einstellung auf Veränderungen des Klimas unumgänglich. Dies stellt die Kommunen jedoch vor enorme Aufgaben. Zur Unterstützung bei diesen Herausforderungen hat das Land Nordrhein-Westfalen interessierten Städten und Kommunen das Förderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ zur Verfügung gestellt. Dieses Programm soll Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung, insbesondere investive Maßnahmen zur Erzeugung hitzemindernder Strukturen, fördern.

Hier erhalten Sie Informationen zum o.g. Förderprogramm.

Die Gemeinde Anröchte möchte im Rahmen des Förderprogramms Begrünungen von Dächern und Fassaden bezuschussen.

Die Dach- und Fassadenbegrünung bringt viele positive Effekte mit sich. Zum einen wirkt sie sich positiv auf das Gemeindeklima aus, zum anderen dient sie auch als Schutz der Bausubstanz und kann sich aufgrund ihrer Ästhetik ebenfalls positiv auf die Lebensqualität unserer Gemeinde auswirken.

Für die Umsetzung dieser Maßnahme gewährt das Land NRW den Kommunen Zuwendungen aus dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ zur Weiterleitung an Dritte. Diese finanziellen Mittel sollen zur Förderung von Investitionen und Bepflanzung mit mehrjährigen, vorrangig heimischen, Pflanzen zur Begrünung von Dächern und Fassaden sowie für Ausgaben für die Planung im Zuge der Maßnahmenumsetzung verwendet werden.

Gefördert wird die Dach- und Fassadenbegrünung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses. Die Förderhöhe beträgt maximal 50 % der als förderfähig anerkannten Kosten. Hierauf finden die ANBest-P-Corona bzw. die LHO (ANBest-P) Anwendung.

Im Rahmen der Begrünung sind zuwendungsfähig:

  • Alle angemessenen Ausgaben für den Aufbau der Vegetationsschicht wie Schutzvlies, Filtermatte, Drainschicht, Substrat, Ansaat oder Pflanzen, wobei der Schichtaufbau des Dachsubstrates mindestens einer extensiven Dachbegrünung von 5-15 cm Substratauflage entsprechen muss.
  • Ausgaben für Entwurf und Planung

 

Nicht zuwendungsfähig hingegen sind:

  • Verschönerungsmaßnahmen an Garagen/Carports,
  • nicht-investive Maßnahmen, wie bspw. die Erstellung von Konzepten, Analysen oder Studien,
  • Maßnahmen an Neubauten bis zu fünf Jahren nach Bauabnahme,
  • technische Anlagen, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Begrünung stehen,
  • gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen,
  • Eigenleistungen, wie unbezahlte freiwillige Arbeiten und /oder Sachleistungen, einschließlich Sachspenden,
  • nicht in Anspruch genommene Skonti und Rabatte,
  • die Umsatzsteuer, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller vorsteuer-abzugsberechtigt ist

Sollten Sie den Wunsch haben eine Dachbegrünung durchzuführen, so sollten Sie zunächst schauen, ob sich ihr Dach für dieses Vorhaben eignet. Seit dem 15. April 2021 kann das Gründachkataster NRW online eingesehen werden. Hier finden Sie grundstücksbezogene Hinweise zu Dachflächen. Das Gründachkataster NRW zeigt an, ob Dächer für die Gründachnachrüstung geeignet sind und wenn dies der Fall ist, welche Vorteile damit verbunden sind. Außerdem gibt es einen ungefähren Kostenrahmen für eine Nachrüstung an.

Ihr Dach ist für eine Begrünung geeignet? – Dann können Sie nachfolgend schauen, ob Sie berechtigt sind Zuschüsse für die Dach- oder Fassadenbegrünung zu beantragen. Wie dies funktioniert und wie die Förderung abläuft, erklären wir Ihnen nachfolgend.

1. Checkliste

Zunächst prüfen Sie anhand der "Checkliste", ob Ihr Vorhaben förderfähig ist. Können Sie die gestellten Fragen bejahen, so ist das von Ihnen geplante Vorhaben grundsätzlich förderfähig. Sie haben demnach also die Möglichkeit einen Förderantrag zu stellen.

2. Förderantrag

Der entsprechende Förderantrag  und  die Anlage Finanzierungsplan können genutzt werden.

Für den Förderantrag besteht die Notwendigkeit drei Angebote einzuholen. Um Sie bei der Angebotsabfrage zu unterstützen haben wir ein Merkblatt zur Angebotseinholung und ein Musterleistungsverzeichnis vorbereitet.

Den vollständig ausgefüllten Antrag samt notwendiger Anlagen reichen Sie bei uns ein:

Gemeinde Anröchte
Bauamt
z.Hd. Frau Bast
Hauptstraße 74
59609 Anröchte

Die Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet.

 

3. Bewilligung

Nach Eingang des Antrags wird dieser geprüft. Sollte Ihr Vorhaben die Fördervoraussetzungen erfüllen, so erhalten Sie die Bewilligung in Form eines schriftlichen Bescheides. Dieser gibt den Maximalbetrag des bewilligten Zuschusses an, welcher höchstens 20.000,- € betragen wird.

Wichtig: Es darf vor Erhalt der Förderungszusage noch nicht mit der Maßnahme begonnen werden!

4. Abschluss

Ist die Dach- bzw. Fassadenbegründung abgeschlossen, reichen Sie Ihre Belege (Rechnungen, Zahlungsbelege, Fotos etc. im Original) bei der Gemeinde Anröchte ein. Nach Prüfung erfolgt die Überweisung auf das im Antrag angegebene Konto.