Anröchter Grünsandstein

Anröchter Grünsandstein erfreut sich bei vielen Bauherren immer größerer Beliebtheit

In den Schichten der Oberkreide (Turon) wird der Anröchter Grünsandstein bei Anröchte und Klieve östlich von Soest im Südosten des Münsterlandes in zahlreichen Steinbrüchen abgebaut. Der Karbonatanteil des Gesteins beträgt durchschnittlich 64%, der Quarzsandanteil durchschnittlich nur 17%. Das farbgebende Mineral ist der Glaukonit, dessen Anteil im Mittel 18% beträgt, aber schichtweise stark schwankt. Die gebräuchliche Handelsbezeichnung "Anröchter Dolomit" ist deshalb petrographisch und mineralogisch falsch, weil das Gestein keinen Dolomit enthält.  Der Anröchter Grünkalkstein ist etwa 2m mächtig und wird durch eine dünne Mergellage in zwei Bänke geteilt, so daß beim Abbau eine untere "Grüne" und eine obere "Blaue" Werksteinbank unterschieden werden . Die Farben der "grünen Bank" reichen vom schwach gelblichen Resedagrün bis zu einem hellen Blaugrün; die der darüberliegenden "blauen" Bank von hellblaugrün bis zu "dunkelblaugrün". Gegenwärtig gibt es sechs Gewinnungsbetriebe für Anröchter Grünsandstein.

Das Gestein wird u.a. zur Herstellung von Fenster- und Türgewänden, Fassadenplatten, Mauersteinen und Verblendern verwendet. Aber auch Bodenplatten, Fliesen, Sockelleisten, Treppen und Grabeinfassungen werden aus ihm hergestellt. 

Technische Werte: Rohdichte 2,48 g/cm³; Wasseraufnahme (Atm.) 3,27 Gew.-%; Druckfestigkeit 133 N/mm²; Biegefestigkeit 17,8 N/mm²; Abriebfestigkeit 15,0 cm³/50cm².

 

Liste der Steinbruchunternehmen