Namenserklärung

Ablegung von Vatersnamen, Neubestimmung von Familien- oder Ehenamen

Namenserklärungen können z.B. in folgenden Fällen abgegeben werden:

Nach Auflösung der letzten Ehe besteht die Möglichkeit der Wiederannahme des Geburtsnamens bzw. des Namens, den man bis zur Bestimmung des letzten Ehenamens geführt hat.

Während bestehender Ehe besteht die Möglichkeit der nachträglichen Bestimmung eines Ehenamens, wenn bei der Eheschließung kein Ehename bestimmt wurde. Dieses kann der Geburtsname des Mannes oder der Geburtsname der Frau bzw. der zum Zeitpunkt der Eheschließung geführte Name sein.

Wenn ein Ehename bestimmt wurde, hat der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, während bestehender Ehe, aber auch nach Auflösung der Ehe, die Möglichkeit der Hinzufügung eines vor Eingehung der Ehe geführten Familiennamens, eines Teiles dieses Familiennamens bzw. des Geburtsnamens zum Ehenamen.

Die Hinzufügung dieses Namens ist jederzeit widerrufbar, jedoch ist danach eine erneute Hinzufügung eines Familiennamens zum Ehenamen nicht mehr zulässig.

Ebenfalls ist es möglich, unter bestimmten Bedingungen seinen Namen der deutschen Schreibweise/Namensführung anzupassen.

So können Vertriebene und Spätaussiedler, deren Ehegatten und Abkömmlinge, die Deutsche im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes sind, durch Erklärung gegenüber dem Bundesverwaltungsamt im Verteilungsverfahren oder dem Standesbeamten

  1.  Bestandteile ihres Namens ablegen, die im deutschen Namensrecht nicht vorgesehen sind,
  2. die männliche Form ihres Familiennamens annehmen, wenn dieser nach dem Geschlecht oder dem Verwandtschaftsverhältnis sprachlichen Abwandlungen unterliegt, 
  3. eine deutschsprachige Form ihres Familiennamens oder ihrer Vornamen annehmen; gibt es eine solche Form des Vornamens nicht, so können sie neue Vornamen annehmen.

Nach erneuter Eheschließung ist es möglich, dass Kinder dem neuen Ehenamen der Mutter/des Vaters folgen.

Bei Eheschließungen im Ausland kann es bei einer Rückkehr nach Deutschland notwendig sein, eine Namenserklärung abzugeben, da es im Ausland häufig nicht die im deutschen Recht vorgesehenen Wahlmöglichkeiten des Ehenamens gibt. Wenn Sie eine gemeinsame Namensführung wünschen, sollten Sie nach Ihrer Rückkehr in die Bundesrepublik mit Ihrer Heiratsurkunde beim Standesamt eine gemeinsame Erklärung abgeben. Es besteht auch die Möglichkeit, die Eheschließung nachbeurkunden zu lassen.

Namenserklärung 21 €
Bescheinigung über Namenserklärung   9 €
Nachbeurkundung Eheschließung40 €

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem zuständigen Standesamt, welche Unterlagen Sie zur Namenserklärung vorlegen müssen.

Personenstandsgesetz (PStG), Personenstandsverordnung (PStV),  Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB), Gesetz über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge (Bundesvertriebenengesetz – BVFG)