Unternehmerfrühstück der Gemeinde Anröchte - Keine Angst vor einem „Blackout“ in der regionalen Energieversorgung

Fabian Wälter von der Westenergie AG hält einen „Blackout“ im Rahmen der aktuellen Energiekrise für äußerst unwahrscheinlich. Damit nahm der Referent für Kommunales Partnermanagement vielen Bürgerinnen und Bürgern die Angst vor einem kompletten Zusammenbruch der Energieversorgung in der Region.

Neben Rainer Hesse von der Wirtschaftsförderung Kreis Soest war auch er Gast beim Unternehmerfrühstück der Gemeinde Anröchte.

Bürgermeister Alfred Schmidt und Wirtschaftsförderin Daniela Bast konnten rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Anröchte zum Frühstück im Rathaus der Gemeinde begrüßen. „Auch in unserer Gemeinde ist Gas eine wesentliche Komponente der regionalen Energieversorgung“, sagte Alfred Schmidt am Rande der Veranstaltung. Der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen Sanktionen wirkten sich negativ auf die Versorgungssicherheit aus. Etwa 55 Prozent der Energieversorgung mit Erdgas stammte im vergangenen Jahr aus Russland.

In seinem Vortrag beleuchtete Fabian Wälter die Gasmangellage in Deutschland und informierte die Gäste zu umfassenden Stabilisierungsmaßnahmen der Bundesregierung zur Lage am Gasmarkt. Bis zum Jahresende soll der Anteil an russischem Gas auf 30 Prozent gesenkt werden. Im Rahmen des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG) sollen vor allem alternative Energiequellen und Einsparmaßnahmen zu mehr Unabhängigkeit von russischem Gas sorgen. 

Als Förderlotse der Wirtschaftsförderung Kreis Soest machte Rainer Hesse die möglichen Folgen des jetzt umgesetzten Lieferstopps von Erdgas aus Russland deutlich. In einer Befragung sehen 35 Prozent der im Kreis Soest ansässigen Unternehmen keine Gefahr, dass die Betriebsaktivitäten während des Gaslieferstopps temporär eingestellt werden müssen. Immerhin haben 18 Prozent Angst vor einem Stopp der Produktion. Gleichzeitig machte Hesse auf das Energiekostendämpfungsprogramm und die damit verbundene Möglichkeit einer staatlichen Förderung der Energiekosten aufmerksam, die über hundert Prozent höher sei als im Vorjahr. Darüber hinaus gäbe es Förderprogramme zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, bei denen die Zuschusshöhe zwischen 15 und 80 Prozent liege.

Rainer Hesse, Daniela Bast, Alfred Schmidt und Fabian Wälter beim Unternehmerfrühstück Foto: Gemeinde Anröchte | Holger Bernert