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Bildcollage mit Anröchter Ansichten

Maßnahmen der Gemeinde Anröchte

Die Gemeinde Anröchte hat in der Vergangenheit, in ihrem Zuständigkeitsbereich, schon zahlreiche Anstrengungen unternommen CO2-Emissionen und Energieverbräuche zu reduzieren. An dieser Stelle finden Sie bereits durchgeführte Klimaschutzmaßnahmen innerhalb der Gemeindegrenzen von Anröchte.
 

Eigene Liegenschaften und Gebäude

Bei der Reduktion von Energieverbräuchen und CO2-Emissionen, setzte die Gemeinde Anröchte in der Vergangenheit einen zentralen Fokus auf die Sanierung der eigenen Liegenschaften und auf die Erneuerung veralteter Heizanlagen im Gebäudebestand. Innerhalb der Verwaltungsstruktur kümmert sich das Bauamt der Gemeinde Anröchte federführend um jegliche Belange, die mit der Gebäudebewirtschaftung und Instandhaltung bzw. Erneuerung einhergehen.

 Seit den 90er Jahren stellt die Gemeinde Anröchte jährlich ein Gebäudeunterhaltungsprogramm auf. Hier werden nicht nur die jährlichen Maßnahmen unter Berücksichtigung der jeweiligen Haushaltssituation, sondern auch die Aufstellung eines 5 Jahresprogramms beschlossen. Schwerpunkt der Maßnahmen liegen in der Verbesserung der Energieeinsparung, wie z.B. Flachdachsanierungen einschließlich Dämmung, Fensteraustausch im Schulzentrum, Austausch von Beleuchtungen, Heizkörpern und Thermostaten. Im Rahmen der Verwendung der Konjunkturpaket II Mittel wurden Beispielsweise Fenstersanierungsmaßnahmen an der Hauptschule, der Grundschule Mellrich, hydraulischer Abgleich des Nahwärmenetzes im Schulzentrum und die Fassadensanierung einschließlich Dämmung im Familienzentrum durchgeführt.

 

Vermietung gemeindlicher Dachflächen

FFW

Die Gemeinde Anröchte sieht durch die Bereitstellung von Dachflächen (öffentlicher Gebäude) zur Errichtung von Fotovoltaikanlagen einen lokalen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. In diesem Zusammenhang sind folgende Aktivitäten zu nennen:

Das Feuerwehrgerätehaus Berge war aufgrund einer hohen Verschattung für solare Energienutzung zunächst einmal nicht geeignet. Im Jahre 2009 wurden die davor stehenden Kastanienbäume aufgrund einer mangelnden Verkehrssicherheit gefällt und im gleichen Zuge eine Kompensierungsanpflanzung an anderer Stelle durchgeführt. Aufgrund dieser Entwicklung wurde das südausgerichtete Dach des Feuerwehrgerätehauses dem Verein "ProBerge", ein Dachverband aller Vereine von Berge, für die Errichtung einer Fotovoltaikanlage zur Verfügung gestellt.

Im Juni 2010 wurde dann auf einer Dachfläche von 79,20 m² eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 10,80 kWp errichtet. Im Rahmen einer Vereinbarung wurde festgelegt, dass der jährliche Pachtzins von 118,80 € nicht an die Gemeinde zu entrichten ist, wenn der Gemeinde jährlich nachgewiesen wird, dass die Einnahmen Vereinssatzungskonform verwendet werden (also dem Bürger wiederum zu Gute kommen).

 

Raumplanung u. Erneuerbare Energien

Raumplanung

Die Gemeinde Anröchte misst der Forcierung zur Erweiterung der Erneuerbaren Energien eine hohe Bedeutung. Wie schon in der Anröchter Statistik zu sehen, decken die Erneuerbaren Energien im Gemeindegebiet Anröchte schon über 200% des dortigen Strombedarfs. Soll heißen, es wird pro Jahr doppelt so viel erneuerbarer Strom produziert als verbraucht wird.

In diesem Zusammenhang wurde in der Vergangenheit mit der 8. Flächennutzungsplanänderungen die Ausweisung von Windkraftkonzentrationszonen in den Vordergrund gestellt. Insgesamt wurden hierdurch 186 ha ausgewiesen in der sich zur Zeit 48 Windkraftanlagen befinden.

Mit der 19. Flächennutzungsplanänderungen wurde eine Ausweisung von Sondergebieten für Biogasanlagen ermöglicht. Somit wurden planungsrechtlich 3 Standorte mit einer Größe von insgesamt 6,2 ha und max. 2 MW elektrische Leistung festgesetzt.

 

Informationsveranstaltungen

Der Energieberatungsbus der Energieagentur NRW ist seit 2001 alle zwei Jahre für ein bis zwei Tagen in der Gemeinde Anröchte und stellt für die Bürgerinnen und Bürger Informationen rund um die Themen Energieeinsparung im Haushalt und Gebäude bereit und berät (soweit möglich detailliert) die interessierten Besucher in individuellen Gesprächen.

Des Weiteren wird seitens der Gemeinde Anröchte im Rahmen von Unternehmergesprächen auf die Beratungsleistung der Effizienz–Agentur NRW hingewiesen, mit dem Ziel die heimische Industrie und das Gewerbe für den Bereich Energieeffizienz zu sensibilisieren. In diesem Zusammenhang unterstützt bzw. begleitet die Kommune (soweit möglich) bereits unternehmerische oder auch private Initiativen im genannten Themenbereich.

Die Gemeinde Anröchte beteiligt sich zudem an der Immobilienausstellung der Sparkasse Erwitte-Anröchte, welche jedes Jahr statt findet. In den letzten Jahren lag der Themenschwerpunkt vermehrt auf der Sanierung des privaten und gewerblichen Gebäudebestandes.

 

Verkehr

Im Schnitt entfallen in Deutschland 18% der CO2-Emissionen auf den Verkehr. Die Gemeinde Anröchte hat in der Vergangenheit einige Anstrengungen unternommen, um die Bürgerinnen und Bürger zur verstärkten Nutzung von Fahrrädern zu bewegen und zu begeistern. Hinzu kommen Stadtentwicklungskonzepte, welche die fußläufigen Bereiche attraktivieren sollen.

Bisher sind folgende Maßnahmen im Verkehrsbereich erfolgt:

Mit der Realisierung der Nordumgehung Anröchte konnte eine Verkehrsverbesserung für über 800 Einwohner im Ortskern von Anröchte erreicht werden. Durch die Nordumgehung konnten im Allgemeinen die Fahrtzeiten verringert und der LKW Verkehr aus dem Ortskern nahezu herausgehalten werden.

Bei der Entwicklung neuer Baugebiete wird verstärkt auf die Einhaltung einer "gesunden" Verkehrsverteilung geachtet. Die neuen Erschließungsstraßen werden ausschließlich als verkehrsberuhigte Bereiche (Spielstraßen) ausgebaut.

 

Beschaffungswesen

Das neue Dienstfahrzeug, ein Opel Corsa, verfügt über eine Start-Stop-Automatik. Laut Herstellerangaben können so im Durchschnitt 10g CO-2 pro gefahrenen Kilometer eingespart werden. Die Leasingrate ist um 8 Euro pro Monat höher als bei einem vergleichbaren Modell ohne Start-Stop-Automatik. Die Gemeinde eigenen Fahrzeuge werden mit E10 bzw. Bio-Diesel betankt.

 

 

EDV

Server Virtualisierung mit VMware

Der Klimaschutz ist auch in der EDV Landschaft ein wichtiger Gesichtspunkt. Allein schon aus Kostengründen wird die Energieeffizienz bei der Anschaffung sowie bei dem Betrieb der Anlagen ständig berücksichtigt.

Ende 2010 wurde bereits die Server-Virtualisierung erfolgreich umgesetzt. Was versteht man unter einer Server-Virtualisierung?

Nicht alle Rechner sind genügend und gleichzeitig ausgelastet. Viel Energie wird durch Leerlauf verbraucht. Virtualisierung bedeutet Abstraktion: Logische Rechner werden von der realen physischen Hardware getrennt. Die Ressourcen werden gemeinsam genutzt, so dass die vorhandenen Kapazitäten besser ausgeschöpft werden. Zudem kann flexibler auf neue oder geänderte Anforderungen reagiert werden. Durch die bessere Auslastung der Systeme wird Energie gespart.

Mit der Einführung der Server- und Speichervirtualisierung ist die Gemeinde Anröchte nicht nur für künftige Anforderungen bestens gerüstet, sondern hat gleichzeitig einen weiteren Grundstein für eine grüne IT-Umgebung gelegt. Denn aufgrund der reduzierten Zahl an physikalischen Geräten sinken der Kühlungsbedarf, die Wärmeabfuhr, die Infrastruktur sowie die benötigte Stellfläche – dies führt zu weniger Energieverbrauch und CO2-Emissionen.

Zusätzlich wurden im Mai 2010 auch alle Arbeitsplätze der Verwaltung mit neuen Energie sparenden Endgeräten ausgestattet. Notwendige zentrale Systemrichtlinien steuern den Energieverbrauch der Systeme. Energie Einsparungen können mit dieser Maßnahme gezielt umgesetzt werden.

 
 
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